Kenjutsu

»Die Grundlage eines richtigen
Trainings in der Kunst des Schwertes
ist die Schulung des Geistes.«

(Yamaoka Tesshu)

Der Weg des Schwertes

Das Üben und Kämpfen mit dem Schwert hat in Japan eine sehr lange Tradition. Früher bewiesen die Samurai ihre Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld oder im Duell und das Kenjutsu-Training war die Vorbereitung darauf. Kenjutsu (Ken: Schwert, Jutsu: Technik, Fertigkeit) ist der Sammelbegriff für diese überlieferten Schwertkampfformen.

Heute wird das Schwert nicht mehr in dieser Weise verwendet. Doch die durch Kenjutsu vermittelten Fähigkeiten, Werte und Prinzipien haben nicht an Bedeutung verloren. Der Weg des Schwertes bietet auch in der Moderne eine wirksame Methode der Persönlichkeitsentwicklung.

Ganzheitliches Training

Bereits das Erlernen der Grundschläge mit einem Holzschwert (Bokken, Bokuto) schult sowohl den Körper als auch den Geist. Wir bekommen ein Gefühl für das Verhältnis von Atmung und Bewegung, für Haltung und angemessenen Krafteinsatz.


Anschließend folgen Übungen mit einem Partner und das Erlernen der verschiedenen Bewegungsabfolgen (Kata).
Holzschwerter bzw. mit Leder ummantelte Bambusschwerter (Fukuro Shinai) werden dafür verwendet. Dabei spielen Rhythmus, Timing und Distanz eine große Rolle. Die Partnerarbeit erlaubt einen gänzlich neuen Zugang zum eigenen Körper und schult Entschlusskraft, Intuition und Präsenz in jedem Augenblick.

Tradition, die
in die Zukunft weist

Die Prinzipien der Schwertkunst sind in den Katas der jeweiligen Schule (Ryu) verankert und werden zum Teil seit Jahrhunderten unverändert unterrichtet. Da es im Kenjutsu keine Wettkämpfe gibt, kommt dem Üben der Katas große Bedeutung zu. Wir unterrichten in der Tradition der Stilrichtung „Kashima-no-Tachi“, wie sie im Shiseikan-Budojo in Tokyo gelehrt wird.

Kenjutsu ist heute, wie alle anderen traditionellen japanischen Kampfkünste (Budo), vor allem ein Weg der Persönlichkeitsentwicklung.

 

Der Weg der Konfrontation 

Wir lernen unsere physischen und mentalen Energien effektiv zu nutzen, wofür Körper und Geist sowohl flexibel als auch stark sein müssen. Auf diesem Weg (Do) sind wir häufig mit unserem Ego konfrontiert – unserem hartnäckigsten Gegner. Es ist unser Ego, das uns daran hindert wieder eins zu sein – mit uns selbst, mit einem Gegenüber, mit der Umwelt, mit dem Kosmos.

Der erste Schritt

Der Einstieg in das Kenjutsu-Training erfordert keine besonderen Voraussetzungen und kann jederzeit erfolgen. Bitte melden Sie sich zuvor an. Ein Holzschwert kann am Anfang ausgeliehen werden.